Verschuldung – leider sind auch immer mehr junge Leute davon betroffen

Das neuste Smartphone, die Lederjacke aus der aktuellen Kollektion und ein geleastes Auto: immer mehr junge Erwachsene leben über ihre Verhältnisse. Kreditkarte, Dispo und Laufzeitverträge suggerieren für viele junge Menschen die Möglichkeit, sich alles leisten zu können, auch wenn das Konto „in den Miesen“ ist.

Kaufen auf Pump

Kaum einer der Verschuldeten tätigt seine Geschäfte mit Bargeld. Das ist ein Problem, denn auf diese Weise verlieren die Jugendlichen nicht nur schnell die Übersicht über die eigenen Finanzen, sondern bekommen auch kein Gefühl für den Wert des Geldes. 300 Euro sind mit Karte schnell gezahlt, hielte der Käufer jedoch ein ganzes Bündel Bargeld in der Hand, würde der Kauf sicher schwerer fallen oder gar nicht erst zustande kommen. Zu diesen Tücken gehören auch Verträge, die mit zwölf oder 24 monatiger Laufzeit ein teures Produkt günstig wirken lassen. Schnell ist das neue Mobiltelefon bestellt, die kaputte Waschmaschine ausgetauscht, der Fernseher ersetzt und die Mitgliedschaft des selten besuchten Fitnessstudios läuft auch noch nebenbei. Diese Art Anschaffungen summieren sich mit der Zeit und so rutschen viele Jugendliche – zunächst unbemerkt – in die Schuldenfalle.

Was kann ich mir leisten?

Bevor ein Laufzeitvertrag unterschrieben oder teure Kleidung gekauft werden, ist es wichtig sich vorher zu fragen:

  1. Brauche ich das?
  2. Kann ich mir das jetzt Leisten?

und

  1. Welche Art von Finanzierung ist für mich die richtige?

 

Eine große Hilfe ist die Aufstellung eines Finanzplanes, der Einnahmen und Ausgaben auflistet, die zum Beispiel beim Kauf und Unterhalt eines Autos auf den jungen Erwachsenen zukommen. Ein Bereich, in dem Schule und Eltern meist nicht ausreichend aufgeklärt haben. Das zeigt auch die hohe Nachfrage nach finanzieller Bildung. Was im Grunde nichts anderes heißt, als gut und verständlich zu vermitteln, wie mit finanzieller Knappheit umzugehen und so die finanzielle Kompetenz der Jugendlichen zu steigern ist.

In den Miesen – und jetzt?

Ist das Konto im Minus, ist schnelle Hilfe gefragt. Denn den Teufelskreis aus monatlichen Verträgen und Schnellkäufen zu brechen, ist alles andere als leicht. Für Junge Leute kann es hilfreich sein, die EC-Karten mal Zuhause zu lassen und nur mit genug Bargeld für Notfälle das Haus zu verlassen. So kann man sicher wieder dem Wert des Geldes bewusst werden.
In Fällen, bei denen sich die Schulden bereits angehäuft haben, ist eine Beratung unausweichlich. Eins solche gibt es in vielen Städten, teils wird auch eine Sprechstunde extra für junge Leute angeboten, in denen informiert wird. Weitere Infos rund um die Schuldenberatung gibt es unter diesem Link

Bild: Q.pictures  / pixelio.de

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