Aktienfonds

Sich auf das glatte Börsenparkett zu begeben, um mit Aktien zu spekulieren, setzt ein gewisses Maß an Sachkenntnis voraus. Ganz ohne Hintergrundwissen in Aktien zu investieren, führt meistens zu herben Enttäuschungen. Das gilt auch, wenn man sich nur auf eine einzige Aktie konzentriert. Es kann glücken, aber auch in die Hose gehen. Besser ist es, mehrere Papiere im Portfolio zu haben. Sinkt der Kurs einer Aktie, steigt der einer anderen – nach diesem Prinzip lassen sich die Kursrisiken ein wenig eindämmen. Möchte man sich nicht selbst die Arbeit machen und mehrere Aktien gleichzeitig handeln, sind Aktienfonds eine sinnvolle Alternative. Hier wird das Geld der Anleger in verschiedene Aktien investiert.

Die Auswahl an Aktienfonds, an denen man Anteile erwerben kann, ist groß. Grob lässt sich der Markt in drei Bereiche teilen. Da wären auf der einen Seite die regionalen Fonds. Sie nehmen in den Fonds nur Aktien aus einem Kontinent, etwa Europa oder Nordamerika, auf. Oder aber sie legen ihr Augenmerk nur auf einzelne Länder. Die Branchen, in die investiert wird, sind dabei zweitrangig. Anders bei den so genannten Branchenfonds. Sie konzentrieren sich auf bestimmte Wirtschaftsbereiche. Das können Rohstoffe sein, aber auch Pharmazie, Bio- oder Nanotechnologie, Gesundheit oder generell Technik. Die Gefahr bei diesen Branchenfonds liegt darin, dass der gesamte Bereich, der abgedeckt wird, von sinkenden Kursen betroffen sein kann. Das sorgt bei den Anlegern für große Verluste. Laut einiger Untersuchungen hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass kaum ein Branchenfonds wirklich Gewinne verzeichnen konnte. Hier gilt es, Trends rechtzeitig zu erkennen, um von ihnen zu profitieren oder Verluste zu vermeiden. Die dritte Gruppe, die Standardwertefonds, gelten als insgesamt weniger riskant. Diese Aktienfonds legen das Geld in Börsenwerte an, die in den Aktienindizes geführt werden. Der Erfolg von Aktien und Aktienfonds kann nie vorausgesagt werden. Ein gewisses Risiko, dass die ausgewählten Papiere an Boden verlieren, besteht immer. Es hängt nicht zuletzt auch von der Strategie der Fondsmanager ab, wie sich Aktienfonds entwickeln.

Gekauft werden können Aktienfonds über die meisten Banken. Sie werden dann in einem Depot verwaltet. Für den Kauf und Verkauf werden Gebühren fällig. Eine beliebte Form, in Aktienfonds zu investieren, ist das Fondssparen. Dabei wird Monat für Monat ein festgelegter Betrag – bei einigen Banken bereits ab 50 Euro im Monat – in Aktienfonds angelegt. Je nach aktuellem Kurs werden so mal mehr oder weniger Anteile dem Depot gutgeschrieben. Ist der Aktienfonds günstig, werden mehr Anteile gekauft, die mit steigendem Wert für Gewinn sorgen können. Teilweise werden auch Lebensversicherungen angeboten, die auf Aktienfonds aufbauen.

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