Geldmarktfonds

Investments sind in der Regel langfristig angelegt, denn die meisten Anlagen bringen erst auf Dauer den gewünschten Erfolg in Form einer ansehnlichen Rendite. Dadurch ist das Kapital gebunden und flexibles Handeln nur beschränkt möglich. Anders sieht es am Geldmarkt aus. Hier bestimmen kurzfristige Anlagen das Bild und sorgen für satte Zinsgewinne. Da Millionenbeträge mitgebracht werden müssen, um am Geldmarkt teilzuhaben, sind es ausschließlich Versicherungen, Banken und der Staat, also institutionelle Anleger, die hier aktiv sind. Eine Möglichkeit, sich dennoch an den Geldmarktgeschäften zu beteiligen, sind die Geldmarktfonds. In Deutschland wurden sie mit Inkrafttreten des Zweiten Finanzmarktförderungsgesetzes vom 1. August 1994 zugelassen. 1990 hatte man bereits geldmarktnahe Fonds gestattet, die maximal zu 49 Prozent auf Geldmarkttiteln aufbauen durften.

Geldmarktfonds sind eine besondere Form der Investmentfonds. Sie investieren das Geld in Geldmarkttitel, die sich durch eine hohe Verzinsung und die kurzfristige Anlage auszeichnen. Die maximale Laufzeit der Titel, die in den Fonds verwaltet werden, beträgt zwölf Monate. Dabei handelt es sich dann um Anleihen, Schuldscheindarlehen oder Termingelder. Damit bleiben Anleger jederzeit liquide. Denn die Anteile an den Geldmarktfonds sind täglich verfügbar und können börsentäglich verkauft werden. Renditeabschläge werden dabei nicht berechnet. Das macht die Anlage in Geldmarktfonds für alle interessant, die ihr Geld kurzfristig parken, aber mehr daran verdienen wollen als mit einem Sparbuch oder Tagesgeld. Die Verfügbarkeit erleichtert zudem die Planung, wenn etwa auf den richtigen Zeitpunkt für anderen Anlagen gewartet wird oder eine größere Anschaffung vorgesehen ist.

Ausschlaggebend ist neben der Flexibilität vor allem die hohe Rendite, die mit Geldmarktfonds erwirtschaftet werden kann. So haben auch Anleger mit eher geringen Beträgen, die Möglichkeit, Großanleger-Konditionen zu erhalten – ohne dafür Ausgabeaufschläge zahlen zu müssen wie bei vielen anderen Wertpapieren. Bestimmt wird die Wertentwicklung der Anteile maßgeblich durch das Zinsniveau am Geldmarkt. Das verspricht eine stabile Wertentwicklung mit Kontinuität. Nicht zu unterschätzen ist auch die Sicherheit, die Fondsanteile am Geldmarkt bieten. Die kurze Laufzeit der Papiere, die im Fonds sind, verhindert, dass es inflationsbedingt zur Abwertung kommt, und man kann schnell auf die Situation am Markt reagieren. Das Schwankungsrisiko ist nur minimal. Wenn zudem noch nur im Euro-Bereich investiert wird, entfällt auch das Währungsrisiko Für zusätzliche Sicherheit sorgt das Fondsmanagement. Das Vermögen wird hier von Profis verwaltet und investiert, die genau prüfen, welche Geldmarkttitel lohnenswert sind. Für den Schutz der Anleger sorgt zudem das Bundesaufsichtsamt für Kreditwesen. Die Investition in festverzinsliche Wertpapiere über Geldmarktfonds, die nur eine kurze Laufzeit haben, ist damit ein ziemlich sicheres, dafür umso lukrativeres Geschäft.

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