Optionsscheine

Die Chancen, mit Optionsscheinen Gewinne zu machen, sind zwar durchaus realistisch. Doch vor den Erfolg hat die Börse harte Arbeit gesetzt. Wer sich mit den Spielregeln auf dem Börsenparkett nicht auskennt, wird schnell auf die Nase fallen. Es ist die im Laufe vieler Jahre gesammelte Erfahrung, die den Erfolg untermauert, auch bei Optionsscheinen. Denn sie setzen wie auch Aktien ein Gespür für zukünftige Entwicklungen voraus. Doch selbst damit sind sichere Gewinne nicht garantiert. Diese Garantie gibt es nicht – darüber muss sich jeder im Klaren sein, der sein Geld in Optionsscheine investiert.

Vom Prinzip her kennt jeder Optionen und geht sie auch im Alltag ein. Mit Optionsscheinen erwirbt man das Recht, zukünftig etwas zu einem fest vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Für jeden Bestandteil des Kontraktes hat die Börse eigene Bezeichnungen. Das Recht, ein Gut, den Basiswert, zu kaufen, nennt man Call-Option. Wenn man den Basiswert verkaufen darf, ist es die Put-Option. Der festgelegte Preis für den Basiswert bezeichnet man an der Börse als Ausübungspreis. Der Termin, zu dem das Geschäft abgewickelt wird als Ausübungsdatum bezeichnet, ist allerdings nur interessant für die so genannten europäischen Optionen. Stillhalter, Schreiber oder Zeichner wird der Verkäufer der Option genannt.

Im Geschäft mit den Optionsscheinen gibt es zwei Varianten. Auf der einen Seite gibt es Optionen mit europäischem Ausübungsrecht. Sie dürfen nur an genau einem Tag, dem Ausübungsdatum, ausgeübt werden. Dieser Termin steht beim Kauf des Optionsscheines fest. Die Chancen auf einen Gewinn sind damit auf einen einzigen Tag beschränkt. Auf der anderen Seite stehen die Optionen mit amerikanischem Ausübungsrecht. Sie können jederzeit innerhalb ihres Fälligkeitsrahmens ausgeübt werden. Das macht sie interessanter, in der Ausgabe allerdings auch teurer. Mit dem Ausgabeland hat die Bezeichnung jedoch nichts zu tun.

Um mit Optionen handeln zu dürfen, muss bei der depotführenden Bank die Termingeschäftsfähigkeit beantragt werden. Erst danach wird das Konto für die entsprechenden Geschäfte eingerichtet. Gehandelt wird mit Optionen unter anderem auf Aktien, Währungen, Anleihen, Rohstoffe, Strom, Wetter und Nahrungsmittel. Voraussetzung ist, dass für die Option ein Wert ermittelt werden kann. Entwickelt wurde die Methode zur Bestimmung des Wertes von Fischer Black und Myron Scholes. Von Interesse für Anleger ist auch der Hebel, um wie viel höher der mögliche Gewinn oder Verlust bei Optionen im Vergleich zum Basiswert ist. Im, aus oder am Geld sind weitere Kriterien für Optionsscheine. Im Geld ist eine Kaufoption, wenn der Marktpreis für den Basiswert über dem des Ausübungspreise liegt. Bei der Put-, also der Verkaufsoption, ist es genau anders. Da liegt der Marktwert beispielsweise der Aktie unter dem vereinbarten Preis. Hat man die Terminologie erst verinnerlicht und sich entsprechend mit dem Thema beschäftigt, kann mit weniger Kapital als bei Aktienkäufen ein höherer Gewinn erzielt werden.

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