Rentenfonds

Mit der Rente, die Arbeiter und Arbeitnehmer nach ihrem Arbeitsleben erhalten, haben die Renten, die an der Börse gehandelt werden, gar nichts zu tun. Renten sind börsensprachlich festverzinsliche Wertpapiere, auch Anleihen oder Obligationen genannt. Renten deshalb, weil es regelmäßig Zinsen gibt, die, nimmt man die französische Übersetzung des Wortes Rente, ein regelmäßiges Einkommen darstellen. Im Gegensatz zum Kauf von Aktien, mit denen man sich an einem Unternehmen beteiligt und somit auch die mal mehr, mal weniger positive wirtschaftliche Entwicklung zu spüren bekommt, wird bei Renten das Geld nur kurzfristig verliehen. Damit ist man nicht ganz so abhängig davon, wie erfolgreich ein Unternehmen ist, was ein entscheidender Vorteil ist. Wer gleichzeitig in mehrere dieser Papiere investieren möchte, kann sich für einen Rentenfonds entscheiden.

Auch wer nur kleine Beträge verleiht, kann sich die hervorragenden Konditionen bei Renten zunutze machen. Möglichkeiten dazu gibt es reichlich. Denn es sind nicht in erster Linie Firmen, die sich auf diesem Weg Kapital verschaffen, sondern auch der Staat und Landesregierungen, was für ein gewisses Maß an Sicherheit steht. Für die Institutionen und Unternehmen, die diesen Weg beschreiten, liegt der Vorteil darin, einen Kredit nicht an einer Stelle aufnehmen zu müssen, sondern bei vielen Kleinanlegern. Um diesen Vorgang zu vereinfachen, werden Wertpapierurkunden ausgestellt, auf denen nicht nur der geliehene Betrag notiert ist, sondern auch der Tag, an dem Rückzahlung erfolgt und das Versprechen, das Geld regelmäßig zu verzinsen. Für Anleger steht damit von Anfang an fest, womit sie zu rechnen haben, von der Auszahlung bis zur Verzinsung. Daran ändert sich auch nichts, sollten sich die Rahmenbedingungen wie das allgemeine Zinsniveau ändern. Daher der Begriff festverzinsliche Wertpapiere.

Das gilt allerdings nur, wenn man sich an die Laufzeiten der Papiere hält und sie nicht vorher abstoßen möchte. Dann besteht trotz der eigentlichen Sicherheit von Renten ein Kursrisiko. Bei steigendem Zinsniveau gehen die Kurse für Anleihen in den Keller. Wer eher auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich deshalb eher für Renten mit einer kurzen Laufzeit entscheiden. Ansonsten hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass bei Renten mit einer Rendite von durchschnittlich rund sieben Prozent gerechnet werden kann. Selbst zehn Prozent sind in diesem Anlagesegment nicht unbedingt selten.

Gerade deshalb sind Rentenfonds, die in mehrere Renten gleichzeitig investieren so beliebt. Wichtig ist, darauf zu achten, welche Auswahl getroffen wurde und wie die Laufzeiten sind. Bei langen Restlaufzeiten muss mit starken Wertausschlägen gerechnet werden. Entscheidend ist zudem, welche Papiere im Fonds sind. Gute Bonität versprechen etwa jene, die von EU-Staaten herausgegeben werden.

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