Sparbrief

Geld nicht einfach ungenutzt liegen lassen zu wollen, ist sicherlich die richtige Entscheidung. Die Frage ist nur, wie man es am besten anlegen kann. Möglichkeiten gibt es genug. Doch die meisten Anlageformen, ob nun Aktien, Fonds oder andere am Markt gehandelte Papiere, setzen entweder hohe Summen voraus oder aber eine größere Risikobereitschaft. Beides kommt für viele nicht Frage. Denn bei Geld setzten viele nach wie vor auf Sicherheit. Verluste lassen sich für Anleger, die kleine Summen investieren wollen, nur schwer verschmerzen. Schon lange angeboten und recht beliebt sind die Sparbriefe. Sie versprechen nicht nur eine sichere Anlage, sondern auch ganz ordentliche Zinsen.

In der Sprache der Börse handelt es sich bei einem Sparbrief um ein festverzinsliches Anlageprodukt. Ausgegeben werden die Sparbriefe, für die keinerlei Kosten für den Kauf oder sonstige Spesen anfallen, von fast allen Kreditinstituten. Die Höhe der Zinsen steht bei dieser Anlage von Anfang an fest und bieten dem Kunden damit eine ideale Vergleichsmöglichkeit zwischen den einzelnen Banken. Bei der Laufzeit haben die Käufer die Wahl. Von einem bis zu zehn Jahren ist fast jede Zeitspanne denkbar. Für Anleger heißt das, sie können sich aus dem breiten Angebot, das der Markt bereithält, das optimal auf ihre Ziele abgestimmte Produkt heraussuchen.

Denn es gibt insgesamt drei unterschiedliche Typen von Sparbriefen, wobei die Differenzen hauptsächlich auf der Art der Verzinsung beruhen. Die eine Variante sieht eine jährliche Auszahlung der Zinsen vor. Der Anleger kauft sich hierbei einen Sparbrief zu einem festen Betrag und erhält über die gesamte Laufzeit jedes Jahr die Zinsen direkt auf sein Konto ausgezahlt. Dieses Geld steht dann zur freien Verfügung. Die zweite Variante nennt sich abgezinster Sparbrief. Wie bei der ersten Variante erhält der Kunde nach der Laufzeit den Betrag gutgeschrieben, über den der Sparbrief lautet. Der Kaufpreis hingegen ist niedriger. Denn die Zinsen und Zinseszinsen werden bei dieser im Voraus berechnet und vom Auszahlungsbetrag abgezogen. Die dritte Form von Sparbriefen nennt sich aufgezinster Sparbrief. Dabei verbleiben die Zinsen und werden über die Jahre angesammelt und selbst weiter verzinst. Dabei ist der Kaufbetrag dann niedriger als der Betrag, der später ausgezahlt wird.

Jede Variante hat andere Vorteile. Mit dem aufgezinsten Sparbrief etwa kann man Geld ansparen. Beim normalen Sparbrief hingegen hat man jedes Jahr etwas von den Zinsen. Das Anlageziel ist entscheidend bei der Wahl des Sparbriefs. Man muss allerdings nicht unbedingt für sich selbst einen Sparbrief kaufen. Häufig werden Sparbriefe verschenkt, etwa von der Großmutter an die Enkel. Jugendliche können damit dann beispielsweise den Führerschein bezahlen. Da die Höhe der Anlage in der Regel bei 500 Euro beginnt, wird sie für viele interessant.

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