Sparbuch

Keksdose, Strumpf, Matratze oder Kopfkissen – es gibt viele „Depots“, in denen man seinen Notgroschen aufbewahren kann. Sicherlich wird das in vielen Haushalten auch noch so gehandhabt. In guten Zeiten für die schlechten zu sparen, ist schließlich kein schlechter Vorsatz. Doch auf der Bank ist das Geld wesentlich sicherer als in irgendeinem Versteck zu Hause. Deshalb gibt es das Sparbuch. Jede Bank oder Sparkasse bietet diese Urform des Sparens an. Und nahezu jeder dürfte zumindest im Besitz eines Sparbuches sein oder hatte mal eines. Es gehört ganz einfach dazu, meist von Kindesbeinen an.

Vielfach macht das Spar-Buch seinem Namen alle Ehren. Es ist ein kleines Heft mit dem Signet der Bank. Auf der Innenseite steht der Name des Besitzers, vielleicht noch mit einer Nummer. Bringt man nun Geld zur Sparkasse und möchte es auf das Sparbuch einzahlen, legt man das Heft vor. Vor Jahren noch wurden die Geldbeträge in den dafür vorgesehen Spalten von Hand notiert, mit Datum und Unterschrift. Heute wird das Büchlein in den Drucker geschoben und läuft alles automatisch. Oft gibt es schon gar kein Heft oder Buch mehr – häufig nur noch bei jüngeren Sparern -, sondern eine Sparkarte, für die man sich ganz normale am Automaten die Auszüge drucken muss.

Ein solches Sparbuch ist für Kinder interessant, die lernen sollen, mit Geld umzugehen. Stolz geben sie ihr Sparschwein am Schalter ab und sehen nachher sofort, was sie gespart haben. Für sie ist es ein Erfolgserlebnis. Erwachsene hingegen, die vom Ersparten erwarten, dass es arbeitet, also Rendite bringt, ist das Sparbuch keine sinnvolle Geldanlage mehr. Diesem Anspruch kann das Sparbuch angesichts sehr magerer Zinsen nicht gerecht werden. Es lohnt sich, rein von der Verzinsung her, nicht mehr, große Beträge auf ein Sparbuch einzuzahlen oder dort liegen zu lassen. Das Geld versauert auf dem Sparbuch zwar nicht, aber es ist nicht effektiv angelegt. Hier gibt es in der Zwischenzeit weitaus lukrativere Möglichkeiten, die ebenso sicher und einfach sind, dabei aber weitaus mehr bringen.

Sich ganz vom Sparbuch zu trennen, muss nicht einmal sein. Wer schnell auf sein Geld zurückgreifen können möchte – für unverhoffte Ausgaben, oder wenn es mal etwas enger wird – kann durchaus das Sparbuch nehmen. Ansonsten sollte man sich nach anderen Sparformen umsehen. Vor allem Online-Banken bieten eine Reihe von Möglichkeiten, die dem Sparbuch sehr ähneln, allerdings moderner und besser verzinst sind. Eine dieser Alternativen ist ein kostenloses Tagesgeldkonto. Es funktioniert im Prinzip wie ein Sparbuch, eignet sich für kleine Beträge ab einem Euro und wird wie ein laufendes Konto geführt, ganz einfach über das Internet.

 

 

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