Für wen sind CFDs geeignet?

CFDs sorgten in der letzten Zeit für jede Menge Gesprächsstoff. Die innovativen Finanzinstrumente, die ihren Ursprung in Großbritannien haben, werden heute nicht selten in einem Atemzug mit Aktien, Zertifikaten und Optionen genannt – ein großer Teil der Anlegerinnen und Anleger haben von CFDs schon einmal etwas gehört und gelesen. Allerdings wissen viele nicht, für wen sich die Finanzinstrumente eignen. In den folgenden Abschnitten soll dieser Frage nachgegangen werden

Kurze Einführung ins Thema – Begriffsdefinition CFD

CFD ist das gängige Kürzel für contract for difference – in deutschsprachigen Medien ist deshalb auch manchmal von sogenannten Differenzkontrakten die Rede. CFDs werden in die Gruppe der derivativen Finanzinstrumente eingeordnet. Ein CFD bezieht sich immer auf einen bestimmten Basiswert. Es handelt sich bei Differenzkontrakten nicht um Wertpapiere, sondern um gegenseitige Verträge. Ein weiteres Merkmal von CFDs ist das Marginkonto, das es der Traderin beziehungsweise dem Trader erlaubt, gehebelte Positionen einzugehen. Beim Handel mit CFDs kommt also der sogenannte Leverage-Effekt zum Tragen

Wer kann von den Vorteilen der Differenzkontrakte profitieren?

CFDs sind unter anderem bei Traderinnen und Tradern beliebt, die nicht nur Long-, sondern auch Short-Positionen eingehen wollen. Des Weiteren stellen Differenzkontrakte aufgrund der einfachen Bedienbarkeit der Plattformen eine interessante Option für den eher kurzfristig angelegten Handel dar. Ein weiterer Vorteil der Finanzinstrumente ist das vielfältige Angebot an handelbaren Basiswerten. Das Angebot hängt von gewählten Broker ab (hier ein Vergleich bekannter CFD Broker) – allerdings wartet ein nicht unerheblicher Teil der CFD-Anbieter mit den unterschiedlichsten Underlyings wie zum Beispiel Einzelaktien, Indizes, Rohstoffen und Zinssätzen auf. CFDs sind also von Vorteil, wenn Anlegerinnen und Anleger mit einer einzigen
Handelsplattform mit verschiedenen Basiswerten agieren wollen.

Ein Blick auf die Risikostruktur von CFDs

Um erörtern zu könnnen, für wen sich CFDs letzten Endes eignen, sollte die Risiken, die im Zusammenhang mit den Finanzinstrumenten stehen, genauer betrachtet werden. Ein Risikofaktor, der beim Handel mit CFDs deutlich im Fokus der Betrachtung stehen sollte, ist der durch das Marginkonto bedingte Leverage-Effekt. Dieser sorgt dafür, dass sowohl das Gewinn- als auch das Verlustpotenzial überproportional erhöht wird. Schon alleine aus diesem Grund eignet sich der CFD-Handel nur für Anleger, die mit Marginkonten Erfahrung haben und die mit guten Marktkenntnissen aufwarten können. Der Marginhandel bringt noch eine weitere Gefahr mit sich. Bei Kurslücken oder bei extremen Bewegungen des Marktes, die unter anderem im Rahmen der Veröffentlichungen von News stattfinden können, kann es vorkommen, dass die Verluste größer als die Einlage auf dem Trading-Konto ausfallen. Aufgrund der Nachschusspflicht können Nachzahlungen drohen.

Fazit

CFDs können langfristig, kurzfristig sowie im Rahmen von spekulativen Strategien und von Hedging-Strategien zum Einsatz kommen. Bei einer genaueren Betrachtung wird jedoch schnell deutlich, dass sich CFDs nicht für alle Anlegerinnen und Anleger eignen. Fundierte Marktkenntnisse gehören zu den Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Trading – allerdings trifft dieser Aspekt auch für andere Finanzinstrumente zu. Ein Faktor, der jedoch die Situation weiter verschärft, ist der Leverage-Effekt. Die Erfahrung mit Marginkonten zählt daher zu der zweiten wichtigen Voraussetzung, die eine Traderin beziehungsweise ein Trader bei CFDs mitbringen sollte, um zu guter Letzt erfolgreich zu sein.

 

Bild: pixabay.com

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