Gold als Wertanlage

Dank der derzeit unsicheren Lage auf dem Aktienmarkt scheuen risikoaverse Anleger die Investition in Aktien oder Fonds und konzentrieren sich lieber auf Sachwerte und Rohstoffe, z.B. Gold. Gerade dieses Edelmetall gilt als krisenfest, da es immer als knapper Rohstoff immer begehrt ist. Bevor man eine Investition tätigt, gilt es einiges zu beachten.

Was ist das Goldfixing und wer führt es aus?

Unter einem Fixing versteht man die Festlegung fester Referenzpreise. Diese wird immer zur gleichen Tageszeit durchgeführt. Das Goldfixing wird Montag bis Freitag zweimal täglich, um 11.30 Uhr und um 16.00 Uhr MEZ, durchgeführt. Diese Sitzung findet in der Barclays Bank statt. Hierbei ist je ein Vertreter der HSBC Bank USA, der Barclays Bank, der Société Générale, der Bank of Nova Scotia sowie der Deutschen Bank AG anwesend. Sämtliche genannten Banken sind Mitglieder der LBMA.

LBMA und Qualität

Die Abkürzung LBMA steht für London Bullion Association. Diese koordinert den Handel für Gold und Silber. Als wichtigster außerbörslicher Handelsplatz für diese beiden Edelmetalle gilt der London Bullion Market (LBM). Für den Over-The-Counter (OTC) Handel werden nur Goldbarren von Münzprägeanstalten und Affinerien zugelassen, die gewisse Qualitätsstandards erfüllen. Die Barren müssen ein Goldgehalt von 350 – 430 Feinunzen haben sowie ein Feingehalt von mindestens 995. Um das begehrte „good delivery“ Gütesiegel zu erhalten, müssen das Herstellungsjahr, der Hersteller, das Feingehalt sowie eine Seriennummer in den Barren eingestanzt oder eingeprägt werden. Der geneigte Leser findet weitere Infos zum Thema Gold unter anderem auf der Website www.pim-handel.de.

Sollte man Goldmünzen oder Goldbarren kaufen?

Das ist abhängig von der eigenen finanziellen Lage, aber wenn möglich sollte beides erworben werden. Für kleinere Einheiten bis zu ca. einer Unze ist es empfehlenswert, in international anerkannte Anlagemünzen wie z.B. Maple Leaf oder Krügerrand zu investieren. Diese lassen sich zur Not auch relativ schnell wieder abstoßen, denn ein Interessent findet sich immer. Goldbarren haben den Vorteil, dass im Verhältnis zum Materialpreis nur ein sehr geringer Aufpreis gezahlt werden muss. LBMA zertifizierte Anbieter bieten sie zudem in beliebiger Größe an. Als Faustregel gilt also, Gold bis zu einer Unze (31,1g) kaufen, alles darüber als Barren.

Hat man sich also dazu entschlossen, in Gold als Wertanlage zu investieren, so sollte man die folgenden Schritte beachten:

  1. Aktuellen Goldkurs analysieren
  2. Bei niedrigem Preis kaufen
  3. Bei hohem Preis verkaufen
  4. Nur so viel Gold kaufen, wie es die finanzielle Lage erlaubt
  5. Regelmäßig kaufen, um das Vermögen abzusichern und so den Durchschnittspreis der Investition zu verringern

 

Artikelbild: www.ml-media.martinlietz.de  / pixelio.de

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