Wissenswertes über saubere Investments

windradViele Investments stehen im Verruf auf der Hatz nach Renditen ethisch blind zu agieren. Abhilfe gegen diese Problematik sollen saubere und ökologische Investments bieten. Doch wie sinnvoll ist das und lohnt es sich überhaupt? Im Folgenden nehmen wir diese sauberen Investments mit ein paar Leitfragen etwas genauer unter die Lupe.

Was sind saubere Investments?

Saubere Investments sind eine Form der privaten Kapitalanlage. Die grundlegende Idee funktioniert ganz ähnlich wie bei einer konventionellen Geldanlage. Sie legen Kapital an, das dann der Bank zur Verfügung steht und bekommen im Gegenzug einen Zins auf den angelegten Betrag. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch im Wirkungsbereich ihrer Anlage. Bei einem sauberen Investment bestimmt der Kunde in der Regel selbst oder über die Wahl des Projektportfolios einer Nachhaltigkeitsbank, wie und wo er sein Geld anlegt. Der Punkt ist, dass es vielen Kunden nicht mehr egal ist, was mit ihrem Geld geschieht und es im schlimmsten Falle in ethisch zweifelhafte Projekte investiert wird. Abhilfe sollen sogenannte saubere Investments schaffen. Dieser boomende Markt, der sich laut Bertelsmann Stiftung zwischen 2012 und 2016 fast verdreifacht hat, hat mittlerweile ein Volumen von 70 Millionen Euro. Die Anleger möchten mit ihrem Geld der Gesellschaft einen Dienst erweisen und nicht nur blind möglichst hohe Rendite bekommen.

Wo investieren? Wohin fließt das Geld?

Der klassische Anlageweg für saubere Investments sind Nachhaltigkeitsbanken. Die größte und bekannteste Bank ist dabei die GLS Bank, die außerdem gut das Grundprinzip repräsentiert. Kunden dieser und ähnlichen Banken können für ihre Geldanlage wählen, ob sie in Projekte wie

  • erneuerbare Energien,
  • Ernährung,
  • nachhaltige Wirtschaft,
  • Wohnen,
  • Bildung und Kultur oder
  • Soziales und Gesundheit

investieren wollen. Dadurch bestimmt der findige Kunde obendrein auch noch seinen Anlagemix. Wer auf den Energiesektor setzt, sollte sich eher den „erneuerbaren Energien“ widmen, wer sich von Immobilien überzeugt ist sich dem Bereich „Wohnen“. Man könnte also einen Teil der Investments anstatt „saubere Investments“ genauso gut „soziale“, oder „nachhaltige Investments“ nennen.

Gemeinsam haben sie allerdings alle einen unbedenklichen ethischen Hintergrund und man kann sich beispielsweise sicher sein, dass das eigene Geld nicht zur Waffenproduktion verwendet wird. Falls Sie ihr Geld keiner Bank überlassen wollen, so können Sie eines dieser Investments auch selbst nachbilden. Oftmals organisieren sich Regionen in kleinen Genossenschaften, um gemeinsam beispielsweise in das Thema der regenerativen Energien zu investieren. So kann man sogar sicherstellen in welcher Region die Finanzmittel dann ankommen.

Wie schlagen sich saubere Investments im Vergleich zu konventionellen Investments?

Der größte Nachteil von sauberen Investments ist in der Regel die Rendite. Es ist ein Fakt, dass diese Art der Anlage weniger Rendite, im Falle von kürzeren Anlagedauern sogar gar keine Rendite abwirft, was in einer Niedrigzinszeit ein durchaus wichtiger Faktor ist. Es steht fest, dass Sie über diesen Anlageweg nicht das schnelle Geld machen werden. Im Gegenzug dazu haben Sie im Griff, in welche Projekte investiert werden und die Möglichkeit gezielt mit Ihrem Geld zu helfen.

Sollte ich zu sauberen Investments greifen?

Banken für saubere Investments sind nicht für Menschen gemacht, die nach hohen Renditen suchen. Wer allerdings einen ethischen Umgang mit dem eignen Geld wünscht, der sollte sich intensiver mit dem Thema auseinandersetzen. Mehr dazu lesen Sie auch bei Green City Energy. Potenzielle saubere Investoren liegen damit voll im Trend, partizipieren an einem wachsenden Markt und tun etwas für das eigene gute Gewissen.

Bild: pixabay.com

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