Wie sicher ist die digitale Geldbörse wirklich?

Die Digitalisierung hat natürlich auch die Finanzwelt grundlegend verändert. Heute gibt es digitales Geld und digitale Portemonnaies; mit dem Smartphone werden heutzutage schon in der U-Bahn Banküberweisungen getätigt wie auch im Bus Aktien gekauft.

In letzter Zeit ist vor allem die digitale Geldbörse in den Mittelpunkt gerückt. Denn heutzutage gibt es immer mehr Menschen, die im Supermarkt nicht mehr mit Bargeld oder der Kredit- wie Bankkarte bezahlen, sondern das Smartphone verwenden.

Bild: pixabay.com, TheDigitalArtist, 4293595

Hat das Bargeld ein Ablaufdatum?

Wird das Smartphone in naher Zukunft das Bargeld wie auch die EC-Karte ablösen? Tatsächlich gibt es heutzutage schon die entsprechenden technischen Systeme – und in manchen Ländern ist das Bezahlen mit dem Smartphone schon derart beliebt, dass man wirklich zu dem Ergebnis kommen könnte, das Bargeld würde demnächst von der Bildfläche verschwinden. Das sogenannte „mobile Payment“ befindet sich auf der Überholspur und wird in absehbarer Zeit noch mehr an Gewicht zulegen können. Denn diverse Umfrageergebnisse zeigen, dass es vor allem die Jungen sind, die vorwiegend mit ihrem Smartphone bezahlen.

Doch wie sicher ist der Bezahlvorgang mit dem Smartphone? Gibt es etwaige Tücken, die sogar zum finanziellen Verlust führen können? Fakt ist: Der Bezahlvorgang ist simpel und sicher – mitunter kann man sogar behaupten, dass das Bezahlen mit dem Smartphone sogar sicherer als mit der EC- oder Kreditkarte ist.

Bevor man mit dem Smartphone bezahlt, muss die entsprechende App installiert werden

Das Smartphone ist schon längst kein „normales Telefon“ mehr, sondern eine Art Helfer in (beinahe) allen Lebenslagen geworden. Heute wird mit dem Smartphone im Internet gesurft, die E-Mails werden abgerufen und man kann sich im Straßenverkehr navigieren lassen. Nun kann mit dem Smartphone auch an der Supermarktkassa bezahlt werden.

Um das Smartphone in ein digitales Portemonnaie verwandeln zu können, benötigt es jedoch ein paar Vorkehrungen. Zu Beginn geht es um die entsprechende App. iOS-Nutzer müssen Apple Pay auf ihrem Smartphone installieren; bankeigene Apps werden auf Apple-Geräten nicht akzeptiert. Nutzt man hingegen Android, so kann man einerseits Google Pay verwenden, andererseits aber auch die von Seiten der Bank zur Verfügung gestellte App nutzen.

In weiterer Folge ist ein Bank- oder Kreditkartenkonto zu hinterlegen. Denn wenn schon mit dem Smartphone bezahlt wird, so muss der Betrag auch irgendwo abgezogen werden.

Wurde die App also runtergeladen, installiert und derart konfiguriert, sodass sich dahinter ein entsprechendes Bankkonto befindet, so kann das Smartphone als digitales Portemonnaie verwendet werden.

Es war wohl letztlich nur eine Frage der Zeit, bis neben dem digitalen Geld auch die digitale Geldbörse kommt. Wer beispielsweise über Bitcoin Code oder einem Kryptomarktplatz mit Kryptowährungen arbeitet, der weiß, dass man auch für digitale Währungen ein digitales Portemonnaie benötigt. Schlussendlich müssen die erworbenen Coins auch irgendwo aufbewahrt werden.

Ob im Warenhaus Kaufhof, in den Filialen der Elektronikkette Saturn sowie an zahlreichen Tankstellen – es gibt genügend Möglichkeiten, wenn man mit seinem Smartphone bezahlen will. Selbst bei der Bahn kann man per „Touch & Travel“ buchen. Zudem kann man auch in zahlreichen Filialen von Rewe, Aldi, Netto und Edeka mit dem Smartphone bezahlen.

Zum Einsatz kommt die NFC-Technologie

Genutzt wird übrigens die sogenannte „Near Field Communication“ (kurz: NFC). Die Technik erinnert im Prinzip an die RFID-Chips. Auch hier gibt es die Übermittlung von Informationen per Radiowellen. Das heißt, das Smartphone muss mit einem NFC-Chip ausgerüstet sein. Bei den neueren Modellen gehört der NFC-Chip natürlich zur Standardausrüstung; bei älteren Smartphones sollte aber im Vorfeld überprüft werden, ob diese bereits für das Bezahlen mit dem Smartphone ausgerüstet wurden.

Doch nicht nur das Smartphone muss einen NFC-Chip haben. Auch am Bezahlterminal muss es einen NFC-Chip geben. Nur dann, wenn beide Geräte mit demselben Chip ausgestattet sind, kann die Übermittlung sodann durchgeführt werden. In diesem Fall muss man nur die App auf seinem Smartphone starten, das Telefon Richtung Kassenterminal halten und den Betrag bestätigen, sofern dieser höher als 25 Euro ist. Beträge, die kleiner sind, werden ohne PIN-Abfrage bzw. Touch- oder Face-ID abgebucht.

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